Mangelware (sauberes) Wasser!?

Bakterien statt Vitamine?

Während du dir zum Krafttanken einen Energydrink gönnst, nehmen andere Menschen unfreiwillig gefährliche Bakterien aus der einzig verfügbaren Flüssigkeitsquelle zu sich – falls sie überhaupt Zugang zu Wasser haben. Rund 3,5 Millionen Menschen sterben jährlich an den Folgen von mangelnder Wasserversorgung und verschmutztem Trinkwasser.

Ohne Wasser kein Leben.

Während manche Regionen immer wieder von Wassermassen überflutet werden, herrscht anderorts zunehmende Dürre. In beiden Fällen stehen die betroffenen Menschen aber vor demselben Problem: Es mangelt an sauberem Trinkwasser. Darüber hinaus fehlt ihnen meist Brauchwasser für sanitäre Zwecke und die Landwirtschaft.

Ohne Nahrung können wir Menschen ungefähr vier Wochen überleben, ohne Trinkwasser nur maximal drei bis vier Tage. Zu wenig Flüssigkeitszufuhr lässt uns „austrocknen“ und führt zu gesundheitlichen Problemen – Rückenschmerzen, ein geschwächtes Immunsystem und sogar Herzinfarkte können die Folgen von Flüssigkeitsmangel sein.

Aber nicht nur der direkte Wassermangel führt zu Problemen. Wenn zu wenig Wasser zur Verfügung steht, wird in weiterer Folge auch die Ernährungssituation der jeweiligen Region in Mitleidenschaft gezogen. Ohne Wasser ist keine Landwirtschaft möglich und es mangelt an Weideflächen für die Viehwirtschaft. Daraus resultiert nicht nur ein Mangel an wichtigen Grundnahrungsmitteln wie Obst, Gemüse und Getreide, sondern auch ein Defizit an Milchprodukten und Fleisch.
Die mangelnde Wasserversorgung schließt auch das Fehlen von Brauchwasser ein, wodurch der Betrieb von Sanitäreinrichtungen nicht möglich ist.

Schmutziges Wasser zum Trinken

Wasser alleine reicht nicht aus

An den Folgen von Wassermangel und verschmutztem Trinkwasser sterben jährlich rund 3,5 Millionen Menschen. Denn Wasser, das aus Quellen und Brunnen kommt, ist nicht unbedingt immer sauberes Wasser, das unbedenklich konsumiert werden kann. Durchfall und Darmwürmer sind nur zwei Beispiele für häufige Krankheiten, die durch das Trinken von verschmutztem Wasser und aufgrund fehlender Hygienemöglichkeiten auftreten und bis zum Tod führen können.

Heute schon genug getrunken? Zwei bis drei Liter Flüssigkeit sollte man täglich zu sich nehmen – Kaffee und Alkohol ausgenommen.

Ungleichverteilung des Wassers auf dem blauen Planeten

Man geht davon aus, dass es auf der Erde genügend Wasserreserven gibt, denn drei Viertel der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Dies entspricht circa 1,386 Milliarden Kubikkilometern. Diese bestehen aber zu 96,5 Prozent aus Salzwasser. Von den verbleibenden 3,5 Prozent der Wasservorräte, die aus Süßwasser bestehen, ist etwa die Hälfte als Eis und Schnee, zum Beispiel an den Polen, gebunden. Ungefähr die gleiche Menge ist als Grundwasser gespeichert, aus dem ein großer Teil des Trinkwassers gewonnen wird. [Quelle: bernerzeitung.ch]

Wasserverbrauch in der Realität

In Industriestaaten verbraucht eine Person zwischen 100 und 200 Liter Wasser am Tag – und das alleine für den Haushalt. In Afrika hingegen müssen die Menschen mit 20 Liter Wasser pro Kopf und Tag auskommen, in Nigeria mit circa 16 Liter. Das ist ungefähr die Menge Wasser, die wir Europäer beim Duschen in nur 1,5 Minuten verbrauchen. [Quelle: unsere-welt.net]

In Entwicklungsländern müssen Millionen Frauen und Mädchen täglich bis zu 15 Kilometer zu Fuß zurücklegen, um sich selbst und ihre Familien mit meist verschmutztem Wasser zu versorgen. Das entspricht mehreren Stunden Fußmarsch zur einzig verfügbaren Wasserquelle und wieder nachhause zurück.

 „Der Genuss einer Tasse Kaffee verbraucht 140 Liter Wasser, ein Caffè Latte sogar 200 Liter - das ist mehr als eine Badewanne voll Wasser.“

Wassermangel zieht noch weitere Kreise

Wenn es kein fließendes Trinkwasser gibt, müssen sich die Menschen auf andere Art und Weise mit Wasser versorgen. In Nigeria etwa kann man mit Wasser gefüllte Plastikbeutel kaufen. In vielen Entwicklungsländern wird auch eine enorme Menge an Flaschenwasser konsumiert.

Wo es an Wasser mangelt, gibt es meistens auch keine funktionierende Abfallwirtschaft. Die nicht mehr verwendeten Plastikbeutel und Plastikflaschen landen in weiterer Folge in Flüssen, Bächen und Kanälen oder sogar in Brunnen, wo sich das gefährliche Plastik und zahlreiche Krankheitserreger im Wasser ausbreiten. Nicht selten gelangt dieses verschmutzte Wasser dann in das Grundwasser, das anschließend zum Bewässern von Feldern genutzt wird. So gelangen die Krankheitserreger auch in den Kreislauf der Landwirtschaft und damit in die Lebensmittel, die die Menschen konsumieren.

Rund 800 Millionen Menschen mangelt es auch an Brauchwasser für Sanitäreinrichtungen.

Kind mit schmutzigem Wasser

Wir wollen den Menschen das Wasser einen Schritt näherbringen

Um der ungleichmäßigen Wasserverteilung auf der Welt entgegenzuwirken und Menschen in geographisch benachteiligten Regionen Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen, haben wir unsere Brunnenbauprojekte ins Leben gerufen. Auf diese Weise können wir einen Beitrag zur Gesundheit der Menschen leisten und ihre Lebensqualität erheblich verbessern.

Seit Beginn des Projektes „Wasser für Bahia“ konnten in Brasilien bereits 125 Brunnen gebaut werden. Mit jedem Brunnen erhalten bis zu 15 Familien einen Wasserzugang, der das Leben der Menschen ungemein erleichtert. In Nigeria bekamen zwei Schulen durch den Bau eines Solarbrunnens und durch die Sanierung des Schulbrunnens einen Zugang zu Wasser, das für die Schüler und den täglichen Betrieb der Schule gebraucht wird.

Möchtest auch du helfen und noch mehr Menschen einen Zugang zu Wasser ermöglichen?
Dann unterstütze uns und unsere Brunnenbauprojekte!